Vier ältere Damen wohnen gemeinsam in einer WG. Da taucht eines Tages die Tochter einer Mitbewohnerin auf. Zwischen Familien-, Arbeits- und Beziehungsstress will sie ihre Mutter in einem Heim unterbringen und das möglichst schnell. Darauf sagen die vier Damen: "Nicht mit uns." und setzen sich zu Wehr. Das Publikum begleitet die Frauen durch den Generationenkonflikt, auf der Suche nach einer geeigneten Lösung.
Mit
Barbara Diem-Fischer, Astrid Maier-Ferra, Monika Schirgi, Ilse Spieler, Renate Weiss sowie
Lena Pöltl und Fabian Wolf
Bühne
Francis Kügerl
Kostüme
Sandra Malli
Licht & Technik
Moritz Truppe
Regie-Assistenz
Johanna Aldrian
Text
Dan Knopper
Regie
Lena Chalupka
Pressestimmen
Kleine Zeitung, 22. März 2026
Daheim oder ab ins Heim
Geld kennt in diesem Generationskonflikt keine Gnade fürs Alter.
Sie kennen sich von jung an, leben im Alter gesellig in einer vertrauten Wohnung und kümmern sich um ihre Freundin im Rollstuhl. Bis deren Tochter aufkreuzt und die Vierer-WG aufmischt. Die Mutter soll ins Heim, die Immobilie unter den Hammer. Vom „Umtopfen“ handelt Dan Koppers motivisch an Nasser Djemaïs „Die Hüterinnen“ angelehntes Stück und bringt unter der Regie von Lena Chalupka Generationenkonflikte und die beliebte, gereifte „Weipsen“-Crew auf die Bühne im Theaterzentrum Deutschlandsberg.
Neben der behutsamen Monika Schirgi, der hilfsbedürftig schweigenden (aber mit Schnapsflascherl im Tascherl ausgerüsteten) Barbara Diem-Fischer, die von Renate Weiss mütterlich umsorgt wird, begeistert Astrid Maier-Ferra als Klavier-Entertainerin und lebenslustige Kleptomanin.
Trotz Gräben zur gestressten jungen Ilse Spieler, mit Erinnerungen, Mysterien und Widerstand, geht’s bei Joint und Campari auch kurios witzig zu.
Elisabeth Willgruber-Spitz
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Weststeirische Rundschau, 27. März 2026
(…) Unter der Regie von Lena Chalupka und mit der „Bombenbesetzung“, der beliebten „Weipsen-Crew“, wird auch der Generationenkonflikt zur unlösbaren Aufgabe, der sich unsere heutige Gesellschaft - und im Stück die Tochter einer „alten Dame“ - stellen muss. Es ist vor allem die Mimik, mit der Barbara Diem-Fischer, die Sprachlose, Renate Weiss, die Fürsorgliche, Monika Schirgi, die behutsam Vermittelnde und Astrid Maier-Ferra, die umwerfend pikiert-witzige, kleptomanische Klaviervirtuosin, das Publikum begeistern.
Ihnen, die in der Pflege der Freundin Rosa ihre Aufgabe aus Solidarität, langer Freundschaft, aber auch Eigennutz finden, wird eine Veränderung und damit eine Trennung durch eine Tochter - Ilse Spieler - in Aussicht gestellt. (…) Lena Pöltl und Fabian Wolf ergänzen das fabelhafte Ensemble, während hinter der Bühne Francis Kügerl (Bühne), Sandra Malli (Kostüme), Moritz Truppe (Licht und Technik) und Johanna Aldrian (Regieassistenz) agierten.