Wenn das Individuum auf Gruppenzwang trifft und patriarchale Überpräsenz den Ton angibt, ist der Abend meist gespickt von Bierflaschen und Machosprüchen. Doch unter dem gesellschaftlichen Habitus steckt dann doch irgendwie der oft erwähnte weiche Kern. 

Denn wenn Männerfreundschaften auf Beziehungsprobleme treffen und Problemlösungen mit Worten anstatt Alkohol erarbeitet werden, verändern sich nicht nur die einzelnen Persönlichkeiten. Das Konstrukt "Männlichkeit" wird von jenen angezweifelt, die sich ihm verpflichtet fühlen. 

Kurz gesagt: Drei Männer. Ein Abend.

Von und mit
Lukas Michelitsch, Robert Reichel und David Reinisch

Regie-Assistenz
Laura Kainz

 Pressestimmen

Weststeirische Rundschau, 06. Februar 2016

Es ist schon beachtlich, mit welcher Selbstironie die drei jungen Protagonisten hier ans Werk gegangen sind, wenn sie sich gleich zu Beginn an die "Entwicklung der Menschheit", die Erich Kästner so herrlich beschrieben hat, erinnern. (...) Lukas Michelitsch, Robert Reichel und David Reinisch glaubten zu wissen, wie solche Abende abgehen können. Definitionen, einer Reihe von Filmzitaten aus "Star Wars", "James Bond", "Harry Potter" oder "2001 Odysee im Weltraum" - David Reinisch konnte hier seine komödiantische Ader voll ausleben - nicht ganz "stubenreine" Bemerkungen zum Thema Sex und ein wenig Getratsche wurden humorvoll in eine Geschichte verpackt, die die Zuschauer einen Männerabend lang bestens unterhielt! (...)

Die drei Jung-TZler, die ihren "Männerabend" auch eine "Collage aus der Wahrnehmung des gesellschaftlichen Lebens dreier Männer" oder "Standbild heteronormativen Verhaltens in der heutigen Zeit" bezeichnen hätten können, haben übrigens nicht nur den Text, sondern auch alles andere gemeinsam erarbeitet. Kompliment!