Ein Dorf im Jahr 1930. Eigentlich wollten die örtlichen Sozialdemokraten im Gasthaus Lehninger eine "Italienische Nacht" feiern ... Jetzt ist das Stammlokal just am selben Tag von den örtlichen Faschisten gebucht. Und darüber hinaus finden die jungen Marxisten, dass die Parteiführung schon viel zu lange passiv war und schmieden ihre eigenen Pläne, welche noch vor Sonnenuntergang zu einem weiteren Eklat führen könnten. Dabei wollte die Parteispitze doch einfach bei ein paar Italo-Liedern entspannen.
Mit dem Leitsatz "Pflichten verpflichten" zeichnete Ödön von Horváth ein Bild von zersplitterten politischen Gruppierungen, welche sich untereinander zerfleischen statt sich für den Schutz der existierenden Demokratie zu verbünden.
Mit
Florentina Degiampietro, Felina Freydl, Josef Gutschi, Laura-Marie Kumpitsch, Nora Liechtenstein, Marie Masser, Katharina Nebel, Johanna Payer, Kristina Sonnleitner, Kalleope Soygül, Melina Toth, Fabian Wolf und Charly Diwiak
Bühne & Technik
Francis Kügerl
Kostüme
Team
Musik
Paul J. Diwiak
Regie-Assistenz
Valentina Kaup
Regie
Johanna Kainz
Pressestimmen
Kleine Zeitung, 05. Oktober 2026
Böse Ahnungen
1931 in Berlin uraufgeführt und leider nicht verstaubt: Das junge Ensemble aus der Talenteschmiede des TZ Deutschlandsberg bringt Ödön von Horváths Frühwerk „Italienische Nacht“ unter präziser Regie der Reinhardt-Seminaristin Johanna Kainz als düstere Stimmungsskizze vom Vorabend der Faschisten mit erschütternd aktuellen Ähnlichkeiten.
Die Sozialdemokraten sind zerstritten und Mussolinis Schwarzhemden im Anmarsch, um das gemütlich beginnende Sommerfest zu sprengen.
Hut ab vor dem 13-köpfigen Ensemble, mit Charly Diwiak als faschistischem Major und einzigem Oldie. Ihm zur Seite sorgt Josef Gutschis Pfannkuchen-Grinsen für Gelächter. Der Spaß vergeht schnell. Herausragend Nora Liechtenstein von der jungen Sozifraktion, ebenso Melina Toth als roter Stadtrat und Gattin Laura-Marie Kumpitsch. Lockeres Spiel und gute Sprechtechnik zeichnen die gesamte Crew aus.
Elisabeth Willgruber-Spitz