Ausgehend von Shakespeare-Klassikern wurden mit Unterstützung von Simon Windisch drei Kurz-Stücke von jungen AutorInnen erarbeitet, die von jungen RegisseurInnen inszeniert werden (Support: Verena Kiegerl).
„10 Dinge, die ich hassen würde, würde Hass nicht hässlich machen“
von Valentina Heynrich / Regie: Julia Jakob
Bianca macht sich Sorgen. Lukas macht ein Bier auf. Peter macht einen Witz. Der Arzt macht seinen Job. Caterina macht nichts. Meistens.
Mit
Kleinhapl Julia, Reiterer Julia, Resch Christina, Reichel Robert, Windisch Johannes
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„Klappe zu, Katze tot“
von Julia Jakob / Regie: Johannes Windisch
Hangover, Chaos in der Wohnung und keine Erinnerung. Vier Jugendliche erleben eine durchzechte Nacht und haben im Wohnzimmer ein großes Problem liegen. Nach und nach treten sie von einem Fettnäpfchen ins nächste.
Mit
Mairhofer Petra, Semlitsch Larissa, Koch Alexander, Vetters Alexander
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„Fuck Belgium“
von Irene Diwiak & Julia Fließer / Regie: Simone Leski
Roter Teppich, Glamour, Golden Globe: Hollywood! Ist tatsächlich alles Gold, was glänzt?
Mit
Engelbogen Katrin, Truppe Lena, Zach Julia, Olubowale Simon, Trinkl Florian
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TEAM
Leitung
Windisch Simon, Kiegerl Verena
Produktionsleitung
Wilfing Gerd
Pressestimmen
Steirer Krone am 27. Mai 2012
Spiel mit Shakespeare Bühne frei für den Nachwuchs: Jahr für Jahr erarbeiten junge AutorInnen bei der Dramawerkstatt im Theaterzentrum Deutschlandsberg ihre ersten Texte. Für die Bühne adaptiert werden diese dann von NachwuchsregisseurInnen - ebenso aus dem eigenen Haus. Die heurigen Ergebnisse dieser Arbeit sind bis 2. Juni zu sehen. Ausgehend von Shakespeare-Stücken haben sich die jungen Autorinnen der Dramawerkstatt an ihre eigenen Texte gemacht und haben die Vorlagen modernisiert, variiert oder überhaupt ganz neu erfunden.
Eine Fortschreibung von "Der Widerspenstigen Zähmung" hat Valentina Heynrich mit "10 Dinge, die ich hassen würde, würde Hass nicht hässlich machen" geschrieben. Das Stück über Frauen, die sich aus ihren Geschlechterrollen emanzipieren und Männer, die sich in ihren vehement verbarrikadieren, balanciert gewitzt an der Grenze zwischen Fiktion und Realität. Eine wilde Parynacht mit mysteriösen Konsequenzen beschreibt Julia Jakob in "Klappe zu, Katze tot". Am morgen danach liegt ein Fremder in der WG der trinkfesten Studenten und hat belastendes Material auf seinem Handy. Doch wie kann man eine Tat erklären, rechtfertigen oder gar bereuen, wenn man sich gar nicht daran erinnern kann?
Auf ein Filmset entführen Irene Diwiak und Julia Fließer in ihrem Stück "Fuck Belgium". Regisseurin, Produzentin und Schauspieler - sie alle haben ihre eigene Vorstellung, wie aus dem Film ein Hit werden könnte. Und obwohl niemand von ihnen das bekommt, was er will, hält man am Ende einen großen Filmpreis in Händen. Wie es dazu kam, erzählt "Fuck Belgium" mit schrägem Humor, den Regisseurin Simone Leski auf der Bühne effektiv ausufern lässt. CHRISTOPH HARTNER
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Kleine Zeitung am 1. Juni 2012
Flotte Mixereien aus der jungen Schmiede DEUTSCHLANDSBERG.
Bravo für alle drei zeitnahen Uraufführungen der heuer von Simon Windisch und Verena Kiegerl geleiteten Dramawerkstatt. Kurzweilig und amüsant sind Schauspiel, Regie und Texte der jungen Talente des weststeirischen Theaterzentrums. Krimispannung, wenn auch ohne Aha-Ende, vermittelt Julia Jakobs durchzechte Grazer Studentennacht „Klappe zu, Katze tot“. Erfrischend satirisch nimmt Valentina Heynrich in „10 Dinge, die ich hassen würde, würde Hass nicht hässlich machen“ Frauenbilder Marke „Der Widerspenstigen Zähmung“ aufs Korn (Foto).
Einen Lachschlager legen Irene Diwiak und Julia Fließer mit „Fuck Belgium“ unter der Regie von Simone Leski hin. Zu schräg, wie aus einem politisch angelegten Skript und einer in Mauerzeiten verhinderten Ost-West-Liebe eine billige, preisgekrönte „Verliebt in Berlin“-Soap wird. Herrlich Katrin Engelbogen als rosa Musicalstarlet und schrille Brigitte Thisbe neben dem clownesken Simon Olubowale alias Hans Pyramus und der überfahrenen Drehbuchautorin Julia Zach. Junges Theater im besten Reifeprozess!
ELISABETH WILLGRUBER-SPITZ