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dramawerkstatt 2013

Ausgehend vom Thema „Held & Antiheld“ wurden mit Unterstützung von Simon Windisch drei Kurz-Stücke von jungen AutorInnen erarbeitet, die von jungen RegisseurInnen inszeniert werden (Support: Pia Weisi).

 

TOPFEN
von Felix Schifflhuber | Regie: Simone Leski

Lara + Mona = Zwillinge! Diese Rechnung geht leider nicht auf. Die Beiden sind wie Pech und Schwefel, wie Feuer und Wasser, wie ... und trotzdem sind sie in den gleichen Typen verknallt. Wer bekommt nun zum Schluss den Traumprinzen und was hat diese Geschichte eigentlich mit Topfen zu tun? Oder ist doch alles einfach nur Theater?

Mit: Kathrin Diwiak, Maria Kainz, David Reinisch, Verena Suppan, Lena Truppe

 

DREI MONATE PARADIES
von Michael G. Sumper | Regie: Christoph Kugler

Ein nachdenklicher junger Mann, Klassenbester, hochbegabt, der ganze Stolz seiner Eltern, stolpert zum ersten Mal in eine Situation, die sich nicht kontrollieren, strukturieren, recherchieren oder planen lässt – er verliebt sich. Und auf einmal drehen sich alle Gedanken nur mehr um das Mädchen und die Liebe und die Angst, sie zu verlieren ...

Mit: Julia Jakob, Alexander Koch, Sandra Malli

 

DER ANDERE
von Theodora Bauer | Regie: Katrin Engelbogen

Anders. Du bist anders als andere. Die anderen sind anders als du. Genau deshalb soll man andere auch akzeptieren, weil jeder anders ist.

Mit: Petra Mairhofer, Simon Olubowale, Robert Reichel

 

TEAM

Bühne/Kostüme: Team
Bühnenbau: Francis Kügerl
Technik: Peter Michelitsch
Produktionsleitung: Gerd Wilfing
Support AutorInnen: Simon Windisch
Support Regie: Pia Weisi

Pressestimmen

Steirer Krone, 26. Mai 2013

Jungautoren zeigen ihre Kurzdramen im TZ Deutschlandsberg
(Anti-)Helden aus der Werkstatt
Mit dem Thema "Helden & Antihelden" haben sich die drei jungen AutorInnen, die heuer an der Dramawerkstatt im Theaterzentrum Deutschlandsberg teilgenommen haben, beschäftigt und daraus ihre ganz eigenen Kommentare auf die Gegenwart gezimmert. Zu sehen sind die drei Kurzstücke bis zum 8. Juni.
"Drei Monate Paradies", mehr ist dem (Anti-)Helden von Michael G. Sumpers gleichnamigem Stück nicht vergönnt: Daniel ist ein klassischer Streber, er will es zu was bringen. Das Leben bleibt dabei auf der Strecke - bis die Liebe in sein Leben tritt, die er mit ähnlich übertriebenem Eifer angeht, wie den Schulstoff. Das Resultat ist ein kurzer Moment des Glücks, den Regisseur Christoph Kugler langsam auf einen fatalen Akt der Verzweiflung zulaufen lässt.
Den Fremdenhass beschreibt Theodora Bauer in ihrem Stück "Der Andere" als ein Ventil für die eigene Unzufriedenheit. Regisseurin Katrin Engelbogen hat den Wirtshaus-Text sehr schlicht auf die Bühne gebracht und die fehlgeleiteten Argumente der frustrierten Antiheldin aufs Podest gehoben, um ihre Lächerlichkeit noch zu unterstreichen.
Ist das ganze Leben nur Theater? Diese Frage stellt Felix Schifflhuber ins Zentrum seines Stücks über die ungleichen Zwillinge Lara und Mona, die sich am Kirtag der Eitelkeiten zwischen Fiktion und Realität zu verlieren drohen. Das Resultat ist alles andere als ein "Topfen", vielmehr ist das gleichnamige Stück ein beherzter erster Ausflug in das Genre der Farce. Regisseurin Simone Leski gibt der Skurrilität des Textes allen Raum, den das TZ zu bieten hat, und sorgt somit für ein herzhaft komödiantisches Finale dieser Talentschau.
Bewerbungen für die Dramawerkstatt 2014 werden bereits entgegengenommen. Infos: www.theaterzentrum.at/schreibdrama
CH

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Weststeirische Runschau, 31. Mai 2013

2 : 1 im Theaterzentrum
Zwei Stücke mit ernstem Hintergrund - einmal "Topfen"!
Nein, nicht wie Sie vielleicht meinen. "Topfen" war der Titel des letzten der drei Stücke und somit ein heiterer Abschluss zum Thema "Helden und Antihelden". Junge AutorInnen, junge "hauseigene" RegisseurInnen, junge Schauspielerinnen hatten in der Dramawerkstatt des Theaterzentrums für einen interessanten Abend gesorgt und viel Anerkennung erfahren.
"Drei Monate Paradies" mit Alexander Koch, Julia Jakob und Sandra Mali unter der Regie von Christoph Kugler stammt von Michael G. Sumper. Das Stück über selbstgewählte Isolation trägt teilweise autobiographische Züge des Autors und ist die Geschichte eines klassischen "Strebers", eines beziehungsgestörten jungen Mannes, der Liebe und Zuneigung erst spät und nur kurz erlebt. Die Beziehung scheitert. Der Schluss des Regisseurs Kugler ist nicht weit hergeholt: Man kennt diese schockierenden Wahnsinnstaten aus Deutschland und Amerika.
Realitätsbezogen auch das zweite Stück "Der Andere" mit Petra Mairhofer, Simon Olubowale und Robert Reichel unter der Regie von Katrin Engelbogen. Die Autorin Theodora Bauer wurde durch ein Bild zu diesem Text inspiriert. Kurz, aber umso intensiver wird eigene Unzufriedenheit, gepaart mit Fremdenhass, zu einer dichten Anklage an das eigene Ich.
Was ist Theater, was ist Wirklichkeit - und was hat das alles mit dem "Topfen" zu tun? Er spielt jedenfalls eine Rolle in dem gleichnamigen Stück von Felix Schifflhuber. Unter der Regie von Simone Leski sorgen Kathrin Diwiak, Maria Kainz, David Reinisch, Verena Suppan und Lena Truppe für unterhaltsame Verwirrung rund um die Zwillinge Lara und Mona und ihrem "Traummann" mit Topfenallergie. Theater im Theater - die vielen Zuschauer unterhielten sich jedenfalls prächtig!
Für Theaterbesucher wie Akteure war die anschließende Diskussion eine bereichernde Neuerung im TZ!

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Kleine Zeitung, 4. Juni 2013

Herzhaft, sehr bitter und auch knallhart
Die Dramawerkstatt Deutschlandsberg präsentiert drei Uraufführungen.
DEUTSCHLANDSBERG. Herzhaft, bitter, knallhart. Drei kurze Stücke, die es in sich haben. Geschrieben, inszeniert und gespielt von jungen Talenten. Auch heuer ist die Ernte der TZ Dramawerkstatt unter Support von Simon Windisch und Pia Weisi wieder saftig frisch.
Helden und Antihelden stehen im Blickfeld jugendlicher Lebensbeackerung. Mit Feldminen, wenn der misanthropische Klassenbeste in Michael G. Sumpers „Drei Monate Paradies“ (Regie: Christoph Kugler) seine Beziehungsunfähigkeit im Amoklauf entlädt. Und mit vergiftetem Fallobst einer fauligen Partnerschaft, das Theodora Bauers „Der Andere“ (Regie: Katrin Engelbogen) als Farbiger im hasserfüllten Stellvertreterkrieg zu spüren bekommt. Witzige Früchtchen gären unter Simone Leski im „Topfen“ light. Satirisch serviert Felix Schifflhuber in seiner Sitcom die hohlen Kerne aus zeitgeistigem Serien-Fastfood. Eine sehr kurzweilige, facettenreiche Präsentation außerordentlicher Talente. ELI SPITZ

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