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Ratten Fressen

Uraufführung

von Thorsten Zerha

Jeder soll ein bisschen kriegen. Aber nicht zu viel. Damit für alle was übrig bleibt. Wer weiß, wer noch alles kommt?
Ein Stück über die Liebe zum Nächsten oder lieber zur Nächsten, weil nur zusammen gibt es auch die Belohnung.

 

Mit
Sepp Brauchart, Kathrin Diwiak, Sabine Kniepeiss, Christoph Kugler, David Reinisch, Larissa Semlitsch und Gerd Wilfing

Bühnenbau
Francis Kügerl

Kostüme
Yvonne Beck

Technik
Peter Michelitsch

Musik
Paul J. Diwiak

Choreographie
Maria Spielhofer

Dramaturgische Beratung
Daniel Knopper

Produktionsleitung
Gerd Wilfing

Regie-Assistenz
Anna Kohler

Text & Regie
Thorsten Zerha

Pressestimmen

Kleine Zeitung, 30. Oktober 2016

Panorama großer und kleiner Boshaftigkeiten
Ganz nach Brechts Motto "Erst kommt das Fressen, dann die Moral" agieren die Bewohner eines Mietshauses in "Ratten Fressen". Autor und Regisseur Thorsten Zerha nimmt das Gebäude als Metapher für hierarchische Sozialstrukturen, in denen jeder sich selbst am nächsten ist, und wirft die Frage auf, wie weit Menschen gehen, um ihre Interessen zu wahren. Obwohl stellenweise etwas mehr Tempo guttäte, fesseln die fein ausgearbeiteten Figuren - allen voran die des geldgierigen, tyrannischen Hauseigentümers (Gerd Wilfing), der den obersten Stock mit seiner Tochter (herzzerreißend und subtil: Sabine Kniepeiss) bewohnt. Weiter unten in der Hierarchie (sympathisch verschroben: Christoph Kugler als Letzter der Hackordnung) wird erpresst, verleumdet und das Banale des menschlichen Daseins aufgezeigt. Ein unterhaltsames, intelligentes Stück, gespickt mit schwarzem Humor und all den Boshaftigkeiten, die Menschen einander antun.
Ines Sauer

 

Weststeirische Rundschau, 04. November 2016

Tante Frida und die Ratten ...
Thorsten Zerhas "schwarzer Humor" und eine geglückte Produktion
Dass das Theaterzentrum über "hauseigene Autoren" verfügt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Einer davon, Thorsten Zerha, hat in seinem neuen Stück "Ratten Fressen", auch selbst Regie geführt und Figuren des realen Lebens gezeichnet. Hochmut, Neid, Geldgier, Boshaftigkeit und Tyrannei sind deren Begleiter und das, was so auf der Bühne passiert, sind Szenen des täglichen Lebens.
Das Haus - das schlichte Bühnenbild von Francis Kügerl soll wohl die Schrägheit dieses Geschehens unterstreichen - ist die Metapher für eine Welt einer hierarchischen Sozialstruktur - beginnend beim Hausbesitzer bis hin zum arbeitslosen Loser. Eine an sich kranke Welt, die durch die einzelnen Gebrechen der Protagonisten den Zuschauern noch sichtbarer gemacht wird. Eine Welt, in der letztlich ein bisschen Liebe trotz aller Vorkommnisse einen Funken Menschlichkeit aufkommen lässt.
Gerd Wilfing als tyrannischer Hausbesitzer, Sabine Kniepeiss als dessen devote Tochter, Larissa Semlitsch als Supermarktangestellte, David Reinisch als Junglehrer, Kathrin Diwiak als Chorleiterin, Sepp Brauchart als HS-Direktor sowie Christoph Kugler als arbeitsloser Zimmermann überzeugen einen Abend lang in einem humorvoll inszenierten Stück.

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