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Gefährliche Liebschaften

Landsberger Sommernachtsspiele 2017

frei nach Pierre-Ambroise-Francois Choderlos de Laclos

Der Briefroman "Gefährliche Liebschaften" gilt bis heute als Musterbeispiel, wie eine Intrige durchzuführen ist:
feinfühlig, geduldig und eiskalt;
eine raffiniert-unterhaltsame Satire in einer lauen Landsberger Sommernacht!

Spielort: Eislaufplatz / Eingang Klause Deutschlandsberg

Bitte warme Kleidung mitnehmen! Die Abende in der Klause können kühl werden!

 

Mit
Sepp Brauchart, Katrin Engelbogen, Sabine Kniepeiss, Johanna Kraxberger, Ilse Spieler, Verena Suppan, Peter Weiss und Gerd Wilfing

Bühne
Francis Kügerl

Kostüme
Sandra Malli

Technik
Peter Michelitsch

Produktionsleitung
Gerd Wilfing

Regie-Assistenz
Lena Truppe

Text & Regie
Julia Zach

Pressestimmen

Steirer Krone, 30. Juni 2017

Liebe, Lust und Macht
Von der Vergnügungssucht des Adels am Vorabend der Französischen Revolution erzählt Choderlos de Laclos in seinem Briefroman „Gefährliche Liebschaften“. Das Theaterzentrum Deutschlandsberg zeigt den vielfach verfilmten Klassiker nun als Freiluftproduktion.
Der Wettergott meinte es bei der Premiere nicht gut mit dem Team um Regisseurin Julia Zach: Gerade war das intrigante Spiel um Liebe, Lust und Macht so richtig in Fahrt gekommen, da nahm ein heftiges Gewitter Fahrt auf. Der erste Eindruck: Die Dialoge sind flott und pointiert, die Darsteller haben Spaß an ihren Figuren, Bühne (Francis Kügerl) und Kostüme (Sandra Malli) beeindrucken. Nichts deutet darauf hin, dass der Abend in voller Länge enttäuschen würde - wenn es der Wettergott denn zulässt! CH

 

Kleine Zeitung, 03. Juli 2017

Landsberger Sommernachtsspiele
Dekadenz und Kuppeleien
Amouröse Gesellschaft spielt auf dem Rutschboden.
Er hätte die 175 Briefe auch verbrennen können. Weil Sammler Sepp Brauchart aber bis aufs letzte Blatt fündig wird, lässt sich daraus gut eine Geschichte spinnen.
Als Vorleser hat er bei den Landsberger Sommernachtsspielen den roten Faden in der Hand und Pierre-Ambroise-Francois Choderlos de Laclos im Hinterkopf, dessen oft verfilmter Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ wenige Jahre vor der Revolution für Furore sorgte. „Vielleicht der klügste, kühlste, unsentimentalste“ unter den gesellschaftskritischen Erotikromanen des französischen 18. Jahrhunderts, befand Hermann Hesse.
Passend die Eislaufplatz-Bühne in Deutschlandsberg als Lasterboden und Glatteis für die dekadente Hofgesellschaft in Julia Zachs textnahmen Sittenbild von Sünde und Strafe. Ilse Spieler als intrigant kuppelnde Marquise und der tragische Casanova „Valmont“ Gerd Wilfing entfachen alles Leid der Leidenschaft. Bemitleidenswert Katrin Engelbogen als naive Cécile und Verena Suppan als redliche Tourvel.
Eli Spitz

Medien