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Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben

Landsberger Sommernachtsspiele 2013

von Kurt Wilhelm

Das einzig Sichere im Leben ist das Sterben - oder auch nicht! Am eigentlichen Todestag des gewitzten Brandner Kaspar, zum Beispiel, wird aus dem tödlichen Schuss - durch die vor Kälte zitternde Hand des "Boanlkramers" - leider nur ein Streifschuss ...
Erleben Sie die ganze Geschichte, werfen Sie einen Blick in das ewige Leben, lachen Sie, bis der Boanlkramer kommt!

Mit
Sepp Brauchart, Simone Leski, Lukas Michelitsch, Robert Reichel, Charly Diwiak, Christa Schmelzer-Ziringer, Gerd Wilfing, Verena Suppan, Kathrin Diwiak, Julia Fließer und Barbara Diem-Fischer

Bühne / Kostüme
Barbara Diem-Fischer

Technik
Peter Michelitsch, Paul Diwiak

Musik
Jakob Nöhrer

Produktionsleitung
Gerd Wilfing

Regie-Assistenz
Julia Zach

Regie
Helge Stradner

Pressestimmen

Steirer Krone, 13.07.2013:

Schnaps beim Spiel mit dem Teufel
Mit Schnaps und Spielkarten bringt ein bayrischer Büchsenmacher die göttliche Ordnung durcheinander. Das TZ Deutschlandsberg führt den Volkstheaterklassiker "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" bei den Sommernachtsspielen auf.
Auf Erden hat der 72-jährige Brandner Kaspar nicht mehr viel, wofür es sich zu leben lohnt: Er ist verschuldet, krank und seine Frau und Tochter warten bereits im Himmel auf ihn. Geblieben ist ihm nur Enkelin Marei, die ihre Liebeswirrungen auch ganz gut alleine im Griff hat. Und dennoch klammert sich der Brandner Kaspar an sein Leben, überlistet den Tod, der eines Tages vor seiner Tür steht, mit viel Kirschschnaps und einem Kartenspiel. Und bringt damit die göttliche Ordnung gehörig durcheinander.
Sepp Brauchart als Brandner Kaspar und Simone Leski als Marei sind das Zentrum des tristen und tragischen Erdenlebens, das eine Seite dieses Stoffs darstellt, der aus dem 19. Jahrhundert stammt und 1975 von Kurt Wilhelm für die Bühne bearbeitet wurde. Dem gegenüber steht eine himmlische Komödie: Die Engel rund um den heiligen Petrus sind Prosecco-trinkende Damen mit falschem Bart und der Tod ist ein naiver Tollpatsch (herrlich: Gerd Wilfing), der auch mal jemanden zum Reden sucht und es mit seinen Opfern eigentlich gut meint. Dieses Wechselspiel aus tragischen und komödiantischen Elementen unterstreicht Regisseur Helge Stradner mit feiner Klinge, aber auch Deftigkeit.
Ein bauernschlauer Abend - bis 4. August beim Trahütter-Koselj in Deutschlandsberg zu sehen. CH


Kleine Zeitung, 16.07.2013:

Wie „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“ von Kurt Wilhelm ohne Volkstümelei und Bigotterie Hochglanz erhält, führen die Landsberger Sommernachtsspiele am urigen Trahütter-Hof spitzenmäßig vor. Regiegenie Helge Stradner serviert mit feiner Klinge einen Heidenspaß und bewahrt bei der reduzierten, aber pointierten Kommunikation mit dem tonangebenden Akkordeonisten Jakob Nöhrer vor Triefseligkeit. Neben dem einsilbig berührenden „Kaspar“ Sepp Brauchart und dessen herzlicher Enkelin Simone Leski trifft Gerd Wilfing als sympathischer, nahezu scheuer „Boanlkramer“ mit subtilem Witz voll ins Schwarze. Grandios! Kabarettreif das himmlische Frauenheer mit Legionärin Kathrin Diwiak im Segelwagen. Den mit allen Finessen zubereiteten Edel-Brandner sollte man sich nicht entgehen lassen! EWS


Weststeirische Rundschau, 20.07.2013:

Lachen Sie, bis der Boanlkramer kommt!"
Dieser Aufforderung des TZ anlässlich ihrer heurigen Sommerproduktion kamen die vielen Zuschauer, die bisher den "Brandner Kaspar und das ewig' Leben" gesehen haben, gerne nach. Und man hätte dieser Aufforderung gar nicht bedurft, denn was da bei vlg. Trahütter-Koselj am Mittersulzweg 7a geboten wird, sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Das Stück hätte durchaus auf der üblichen dümmlichen Volksstück-Schiene laufen können, hätte man da nicht Regisseur Helge Stradner geholt, der ein Feuerwerk an Pointen zuließ, alles "Triefende" soweit es ging entfernte und sich mit Jakob Nöhrer einen musikalischen Einbegleiter holte.
Wer Sepp Brauchart schon auf der Bühne gesehen hat, weiß, dass er die ideale Besetzung der Titelfigur, des Brandner Kaspars, ist. Ohne wenn und aber nimmt man ihm die Gewitztheit, mit der er den Tod schlitzohrig betrügt, aber auch die tragische Seite des Brandner-Lebens ab. Großartig auch der Boanlkramer, der von Gerd Wilfing verkörpert wird. Mit allzu menschlichen Bedürfnissen, wie denen nach dem ihm immer besser schmeckenden Schnaps, ausgestattet, wird hier der fast scheu wirkende Tod beinahe zum Freund. Und wenn's wirklich gar so lustig im richtigen Himmel zugeht, wie bei den TZ-lern - ja dann könnte man sich darauf freuen! Am Wolkenschiff agierend ist schließlich Erzengel Michael - Kathrin Diwiak - entschieden die humorvollste Erscheinung. Hier bewies auch Barbara Diem-Fischer, die für die Kostüme und die Bühne verantwortlich zeichnete, ihr Können und viel Sinn für das Komödiantische.
Großes Kompliment auch den übrigen Darstellern Simone Leski, Lukas Michelitsch, Robert Reichel, Charly Diwiak, Christa Schmelzer-Ziringer, Verena Suppan, Julia Fließer und Barbara Diem-Fischer.
Eine durchaus homogene Ensemble-Leistung, die vom begeisterten Publikum auch honoriert wurde.

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